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Turnierbericht CHIU Hannover

Gutgelaunt und mit voll bepacktem Auto fuhren wir am Freitagabend los in Richtung Norden nach Hannover. Wir, das sind Nele, Christian und ich, Sina.

Auf dem gut 3einhalb-stündigen Hinweg hatte ich Christian dazu verdonnert, unsere Verkleidung zu basteln, was er auch mit größter Freude erledigte. Wir, die Frankfurter, hatten bei dem allgemeinen Motto „Serien“ das Sandmännchen erwischt und daher brauchten wir natürlich schicke Mützen. Voller Stolz auf unsere selbstgemachte Verkleidung erschienen wir dann mit Mützen, Bart und Sandsäckchen am Eintreffabend auf der Party, die schon in vollem Gange war. Leider waren unsere Mützen eher Spitzhüte geworden, sodass uns alle für die sieben Zwerge hielten. Doch diese kleine Verwechslung konnte natürlich unsere gute Laune nicht trüben und wir feierten feuchtfröhlich als Sandmännchen-Zwerge bis in die frühen Morgenstunden.

Nach ein paar Stunden Erholungsschlaf in der großen Turnhalle direkt neben der Reitanlage gings dann ab zum sportlichen Teil. Gestärkt mit einem ordentlichen Frühstück an der frischen Luft machten wir uns an die erste Dressurrunde. Eine Mannschaftsdressur auf A-Niveau. Trotz bester Bemühungen konnten Nele und ich auf den uns zugeteilten Pferden nicht ganz überzeugen, sodass letztendlich nur Christian die Frankfurter Farben in die nächste Dressurrunde tragen durfte.

Nachdem wir uns bei einem anständigen Mittagessen neue Energie geholt hatten, feuerten Nele und ich Christian fleißig an. Doch leider war trotz unserer verbalen und mentalen Unterstützung nach der ersten L-Runde auch Schluss für ihn.

Als sich die Dressur dann dem Ende zugeneigt hatte, verzogen wir uns in die Turnhalle um noch ein bisschen auszuspannen bevor es ans legendäre argentinische Grill-Rindfleisch ging, mit dem wir uns so vollstopften, dass wir theoretisch auch zur Party am Abend hätten rollen können. Aus Komfortgründen zogen wir dann aber doch das Auto vor.

Auf der Party hatten wir dann gerade begonnen, uns warm zu tanzen und warm zu tratschen, als Nele plötzlich eine allergische Reaktion bekam und zum Arzt musste. Sie holte sich dort eine Spritze ab und es ging ihr im Laufe der Nacht auch wieder besser, aber leider konnte sie sonntags nicht reiten und somit fehlte unser dritter Reiter!

Glücklicherweise waren samstags noch ein paar Heidelberger zum Feiern gekommen und so kam es, dass Nina aus Heidelberg spontan davon überzeugt wurde, am Sonntag für Frankfurt zu springen. An dieser Stelle sei ihr noch mal ganz herzlich für die tolle spontane Aushilfe gedankt!!

Nachdem ich mich nämlich am anderen Morgen bereits nach der ersten Runde aus dem Springwettbewerb verabschiedet hatte und auch Christian nach der zweiten Runde nur noch als Zuschauer tätig war, ritt Nina für uns ins Halbfinale und sicherte sich somit einen tollen 6. Platz.

Nicht zuletzt dank ihrer Hilfe konnten wir einen ordentlichen 8. Rang mit der Mannschaft erzielen und somit weitere 10 Mannschaften hinter uns lassen. Durch die Einzelschleifen von Christian hatten wir am Ende dann so viele Preise abgestaubt, dass es ganz schön eng wurde im Auto und sich unser neuer Import Imke aus Hannover (nun Frankfurter) ganz schön klein machen musste.

Trotz räumlicher Enge hatten wir auch auf der Heimfahrt noch weiterhin viel Spaß, nicht zuletzt dank meiner grandiosen Orientierungskünste, und so kamen wir müde aber glücklich nach einem tollen Wochenende am Sonntagabend wieder in Frankfurt an.